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Die Geschichte
der Brauerei Keil & Fasbender
im Stutzhaus von Luisenthal
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Die Braurechte in Luisenthal bestehen seit nun schon
über 250 Jahren. Es gab damals, wie in Thüringen üblich, auch in Luisenthal einige kleine Hausbrauereien.
Im Jahre 1892 wurde die Brauerei auf den Grundmauern eines verschließbaren Stutzenhauses errichtet.
Das sogenannte Stutz. war zur damaligen Zeit eine Mengenmaßeinheit bzw. Hohlmaß - etwa 1/4 Zentner
- zum Verkauf von Holzkohle und Kienruß.
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Begründer der Brauerei war der anno 1838 geborene Brauer Johann
Keil, der von Mähendorf kam. Der zweite Teilhaber war Herr Fasbender, der noch vor der Jahrhundertwende als
Kaufmann und Mitgeldgeber in die Familie Keil einheiratete. Fortan kamen aus der Linie Keil die Brauer und aus
der Familie Fasbender die Kaufleute.
Nach der Gründerzeit bauten Robert Keil (geboren 1869, gestorben
1951) Sohn von Johann Keil als Braumeister und Hermann Fasbender (geboren 1869, gestorben 1966) als kaufmännischer
Geschäftsführer die Brauerei Stutzhaus zu einer regional bekannten Braustätte aus. So hatte die
Brauerei Keil & Fasbender im Braujahr 1938/39 insgesamt elf feste Mitarbeiter und besaß acht eigene Gasthäuser,
wovon sich alleine drei in Luisenthal und zwei in Ohrdruf befanden.
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Die letzten Besitzer waren die Söhne Gerhard
Keil, Diplom-Braumeister (*1905), der während des Zweiten Weltkrieges ums Leben gekommen war, und anschließend
Herbert Fasbender (*1922), der den Betrieb bis zum Jahre 1962 als eigenständige Brauerei in alleiniger Regie
führte.
Danach wurde das Familienunternehmen in einen halbstaatlichen
Betrieb überführt. infolge der gesellschaftlichen Entwicklung entstand im Jahre 1972 daraus der volkseigene
Betrieb Brauerei Luisenthal.
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Durch die Kombinatsbildung im Bezirk Erfurt war die Braustätte
ab 1974 ein Betriebsteil der Brauerei Gotha.
Die Flaschenproduktion war eingestellt und es wurde nur noch Spezialbier
wie z.B. der "Pilsator" gebraut.
Nach Einstellen des Brauereibetriebes im Jahre 1990 ist die Brauerei
Gotha mit dem zugehörigen Betriebsteil in Luisenthal von der Familie Kollmar im Jahre 1991 übernommen
worden. Bis zur Neueröffnung im September 1994 wurde die ehemalige Brauerei Keil & Fasbender nach liebevollen
und umfangreichen Restaurierungsarbeiten zum Brauereimuseum & Gasthaus umgebaut.
Seitdem gibt es auch im Brauerei-Gasthaus wieder das Original Stutzhäuser
Bier, das nach den altüberlieferten Rezepturen jetzt in der Brauerei Gotha gebraut wird. Seit 2001 wird die
Stutzhäuser Brauerei im Internet präsentiert.
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